Freelancer-Stundensatz-Rechner

Minimalen Stundensatz für Selbstständige und Freiberufler ermitteln

⏱️ Berechnungsgrundlagen

€ Netto
Std./Woche
%
Realistisch für Freelancer: 60–70 % (nach Urlaub, Akquise, Verwaltung)
Tage
€ / Monat
Software, Miete, Versicherungen, Steuerberater etc.
% des Umsatzes
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Hintergrund & Wissenswertes

📊Kalkulations-Faustformel

  • Netto-Bedarf + Kosten + Rücklagen = Minimum-Umsatz/Monat
  • Fakturierbare Stunden = Jahresstunden × Auslastung % × (1 - Urlaubsanteil)
  • Mindeststundensatz = Monats-Umsatz / fakturierbare Stunden/Monat
  • Empfehlung: Aufschlag von 15–20 % für Verhandlungsspielraum

📅Verfügbare Arbeitstage

  • Ca. 253 Arbeitstage (abzgl. Sonn- und Feiertage in 2026)
  • Abzüglich Urlaub, Krankheit (Ø 10 Tage/Jahr), Weiterbildung (5 Tage)
  • Verbleibend für Arbeit: ca. 213 Tage = 1.704 Stunden (bei 8 Std.)
  • Fakturierbar (65 %): ca. 138 Tage = 1.108 Stunden/Jahr

💡Stundensatz-Benchmarks 2026

  • IT-Freelancer/Entwickler: 90–150 €/Std.
  • Unternehmensberater: 120–200 €/Std.
  • Grafikdesigner/UX: 60–100 €/Std.
  • Texter/Copywriter: 50–90 €/Std.
  • Marketingberater: 80–130 €/Std.

Praxisbeispiele

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Junior Entwickler

3.000 € Netto, 70% Auslastung

  • Nötige Monatsumsatz6.150 €
  • Fakturierbare Std./Mon.72 Std.
  • Min. Stundensatz85 €/Std.
Ergebnis:Empfehlung: mind. 95 €/Std.
Senior Consultant

6.000 € Netto, 60% Auslastung

  • Nötige Monatsumsatz11.500 €
  • Fakturierbare Std./Mon.62 Std.
  • Min. Stundensatz185 €/Std.
Ergebnis:Empfehlung: mind. 200 €/Std.
Designerin (Teilzeit)

2.000 € Netto, 20 Std./Woche, 65%

  • Nötige Monatsumsatz4.100 €
  • Fakturierbare Std./Mon.36 Std.
  • Min. Stundensatz113 €/Std.
Ergebnis:Empfehlung: mind. 125 €/Std.

Freelancer-Stundensatz richtig kalkulieren: Der vollständige Leitfaden

Der häufigste Fehler bei der Stundensatzkalkulation von Freiberuflern ist die einfache Gegenüberstellung mit dem ehemaligen Arbeitgebergehalt. Als Freelancer tragen Sie alle Kosten selbst, die normalerweise der Arbeitgeber übernimmt: Die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge, Urlaubs- und Krankheitsvertretung, Weiterbildungskosten, Büroausstattung und vieles mehr.

Schritt 1: Den tatsächlichen Netto-Bedarf ermitteln

Starten Sie bei Ihrem gewünschten Nettogehalt. Addieren Sie dann Ihre privaten Lebenshaltungskosten und Ihr Sparziel. Beachten Sie, dass es als Freelancer keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt – Sie sollten für Ausfallzeiten vorsorgen.

Schritt 2: Betriebskosten einplanen

Zu den typischen Betriebsausgaben eines Freelancers gehören: Steuerberater (500–2.000 €/Jahr), Haftpflichtversicherung (300–800 €/Jahr), Software-Lizenzen, Weiterbildungen, Büromittel und ggf. Coworking-Space-Mieten.

Schritt 3: Steuerrücklagen korrekt kalkulieren

Als Faustregel sollten Sie mindestens 35 % Ihrer Einnahmen zurücklegen – bestehend aus Einkommensteuer (je nach Gewinnhöhe 14–42 %), GKV-Beiträgen (voller Satz, ca. 20 % des Einkommens) und eventuell Rentenversicherung. Das bedeutet: Wenn Sie 10.000 € im Monat einnehmen, legen Sie zunächst 3.500 € zur Seite und planen mit 6.500 € für Nettogehalt und Betriebskosten.

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