Rechtsschutzversicherung: Finanzielle Rückendeckung bei Rechtsstreitigkeiten
Egal ob Streit mit dem Vermieter über die Nebenkostenabrechnung, ein Konflikt mit dem Arbeitgeber wegen einer unberechtigten Abmahnung oder die Klärung der Schuldfrage nach einem Autounfall: Recht haben und Recht bekommen sind in Deutschland zweierlei Dinge. Ein Gerichtsverfahren birgt erhebliche finanzielle Risiken. Die Rechtsschutzversicherung nimmt Ihnen diese Sorgen ab, indem sie die Kosten für Anwälte, Gerichte, Gutachter und Zeugen trägt.
Der modulare Aufbau spart Geld
Sie müssen nicht zwingend das 'Rundum-Sorglos-Paket' buchen. Eine Rechtsschutzversicherung ist modular aufgebaut:
- Privatrechtsschutz: Deckt Verträge des täglichen Lebens ab (Online-Shopping, Reisebuchungen, Schadenersatzansprüche).
- Berufsrechtsschutz: Greift bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten. Wichtig: Dieses Modul kann meist nur in Kombination mit dem Privatrechtsschutz abgeschlossen werden.
- Verkehrsrechtsschutz: Schützt als Fahrer, Beifahrer und Fußgänger. Unverzichtbar für Vielfahrer.
- Wohnrechtsschutz: Schützt Mieter vor unzulässigen Mieterhöhungen oder Eigenbedarfskündigungen, Eigentümer vor Nachbarschaftsstreitigkeiten.
Wie hoch sollte die Selbstbeteiligung sein?
Durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung (SB) lässt sich die Versicherungsprämie drastisch senken. Ein Tarif mit 150 Euro Selbstbeteiligung pro Schadensfall reduziert den Jahresbeitrag im Schnitt um 20 % bis 30 % gegenüber Tarifen ohne Selbstbeteiligung. Eine SB von 300 Euro ist nur für Personen empfehlenswert, die sehr selten Rechtsbeistand benötigen.