Numerus Clausus verstehen: Wie Zulassungsverfahren funktionieren
Der Begriff Numerus Clausus (lateinisch für „geschlossene Zahl“) beschreibt die Begrenzung von Studienplätzen an deutschen Hochschulen. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass der NC von den Universitäten im Vorhinein festgelegt wird. Tatsächlich bildet sich der NC in jedem Semester neu und entspricht der Abiturnote des letzten zugelassenen Bewerbers in der Rangliste.
Die drei Hauptquoten der Studienplatzvergabe
Die Plätze an staatlichen Hochschulen werden in der Regel nach folgenden drei Hauptquoten vergeben:
- Abiturbestenquote: Ca. 20-30% der Plätze gehen rein nach der Abiturnote an die Bewerber mit den besten Schnitten.
- Zusätzliche Eignungsquote (ZEQ): Plätze werden nach notenunabhängigen Kriterien (z.B. Wartezeit, Berufsjahre, Studierfähigkeitstests) vergeben.
- Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH): Hochschulen vergeben Plätze nach eigenen Kriterien, kombinieren dabei meist die Abiturnote mit speziellen Leistungstests, Auswahlgesprächen oder Berufserfahrungen.